In der westlichen Provinz Taiz im Jemen ist es zu einer Serie von Angriffen gekommen, die eine hohe Zahl von Opfern gefordert haben. Nach Angaben der pro-iranischen Houthi-Miliz starben bei den Vorfällen 20 Zivilisten, während zehn weitere Personen verletzt wurden. Die Ereignisse unterstreichen die anhaltende Instabilität und die gewaltsamen Auseinandersetzungen in der Region.

Die Houthi-Miliz machte das Militär Saudi-Arabiens für die Verluste verantwortlich. Laut ihren Angaben wurde ein Gemüsemarkt in der Stadt Al-Wasiyya zum Ziel von saudi-arabischen Kampfflugzeugen. Diese hätten den Markt mit mehreren Raketen beschossen, was zu den genannten Todesopfern unter der Zivilbevölkerung führte.

Parallel dazu weisen die Behörden der jemenitischen Zentralregierung die Verantwortung von sich. Sie beschuldigten stattdessen die Houthi-Miliz selbst, den Angriff ausgeführt zu haben. Diese gegensätzlichen Narrative erschweren eine unabhängige Klärung der Verantwortlichkeiten in dem komplexen Konfliktgefüge.

Die Vorfälle am Freitag verdeutlichen die prekäre Sicherheitslage in der Provinz Taiz. Während die Houthi-Miliz die saudi-arabische Intervention kritisiert, bleibt die Zentralregierung bei ihren Vorwürfen gegen die Miliz. Die betroffene Stadt Al-Wasiyya steht damit erneut im Zentrum der militärischen Spannungen.