Der österreichische Wohnungsmarkt verzeichnete im Jahr 2025 einen drastischen Rückgang der Fertigstellungen. Nach vorläufigen Daten der Statistik Austria, die am Freitag veröffentlicht wurden, sank die Zahl der fertiggestellten Wohnungen bundesweit auf 48.597 Einheiten. Dies entspricht einem Einbruch von 12,3 Prozent gegenüber dem vorangegangenen Jahr.
Besonders deutlich ist der Trend bei den Neubauten zu erkennen, die einen Großteil des Rückgangs ausmachen. Insgesamt wurden 34.217 Wohnungen in neuen Gebäuden errichtet, was einem Minus von 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Dieser starke Rückgang unterstreicht die aktuelle Schwäche im Sektor der Neuerschließungen.
Ein moderaterer Beitrag zum Gesamtwert kam aus dem Bereich der Bestandsoptimierung. Im Zuge von An-, Auf- und Umbautätigkeiten entstanden im Berichtszeitraum insgesamt 14.380 Wohnungen. Diese Maßnahmen konnten den massiven Einbruch im Neubausektor jedoch nicht ausgleichen.
Zusätzlich zu den quantitativen Verlusten gibt es qualitative Verschiebungen bei den Bauprojekten. Laut den vorliegenden Daten wurden kleine Wohnungen im Jahr 2025 kaum gebaut. Damit erreichte der Wohnungsbau insgesamt einen Tiefststand, der die Herausforderungen auf dem Immobilienmarkt verdeutlicht.



