Graz stärkt Life-Sciences-Standort mit CORI-Institut unter Führung von Superti-Furga
Die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW) setzt beim Aufbau ihres neuen CORI-Instituts in Graz auf einen der profiliertesten Biomediziner Europas. Giulio Superti-Furga, langjähriger...
Von der Personalvertretung zum Justizfall: Neue Beweise befeuern Causa Ott
Ein großflächiges Datenleck im österreichischen Innenministerium beschäftigt erneut Politik und Justiz. Das Ressort hat eine mittlerweile pensionierte Mitarbeiterin angezeigt, die ein...
Zwei Jahre nach Pandemie-Ende: Post-Covid bleibt ein ungelöstes Versorgungsproblem
Österreich tut sich weiterhin schwer mit der systematischen Betreuung von Menschen, die unter anhaltenden Folgen einer Corona-Infektion leiden. Eine neue Umfrage Wiener Fachleute unter mehr als...
Starke Unternehmenszahlen stützen Wiener Börse vor Fed-Entscheid
Die Wiener Börse hat sich am Mittwoch klar vom uneinheitlichen europäischen Umfeld abgehoben. Der Leitindex ATX schloss mit einem Plus von 0,94 Prozent bei 5.833,94 Punkten und baute damit die...
Profitables Wachstum bei Palfinger: Mehr Umsatz, höhere Margen, weniger Mitarbeiter
Palfinger ist mit leicht wachsendem Umsatz und verbesserter Profitabilität in das Jahr 2026 gestartet und zählt das erste Quartal zu den stärksten Auftaktperioden seiner Unternehmensgeschichte....

Wien verschärft Kontrollen gegen illegalen Vape-Verkauf an Jugendliche

30.04.2026


Die Stadt Wien verschärft ihr Vorgehen gegen den illegalen Verkauf von Vapes, Nikotinbeuteln und anderen Nikotinprodukten an Minderjährige. Nach einer seit Februar laufenden Schwerpunktaktion des Marktamts mit 366 Kontrollen und 170 Anzeigen stellt die Stadt die Strategie nun auf ganzjährige, unangekündigte Überprüfungen um. Damit sollen Verstöße nicht mehr nur punktuell, sondern dauerhaft verfolgt werden.

Auslöser ist ein anhaltender Trend zu bunt gestalteten E‑Zigaretten und Einweggeräten mit hohem Nikotingehalt, die laut Stadt gezielt Kinder und Jugendliche ansprechen – etwa durch auffällige Farben, Figuren, süße Aromen und Lichteffekte. Der Nikotingehalt dieser Produkte kann dem klassischer Zigaretten entsprechen. Beobachtungen vor Schulen und in Parks zeigen demnach, dass bereits sehr junge Teenager solche Geräte konsumieren.

Im Fokus der Kontrollen stehen vor allem Handy-, Call- und Paketshops. Dort werden Vapes nach Angaben der Stadt häufig nicht offen angeboten, sondern auf Nennung eines Codeworts unter dem Ladentisch hervorgeholt. In einem Fall observierten Ermittler in Zivil über drei Wochen hinweg einen Shop, bevor Marktamt, Polizei und Zoll gemeinsam einschritten. Neben Verstößen gegen das Verkaufsverbot von Tabak- und Nikotinprodukten an unter 18‑Jährige wurden auch Übertretungen des Werbeverbots sowie illegale Alkoholverkäufe an Jugendliche dokumentiert.

Um den Druck zu erhöhen, baut Wien parallel die Kooperation mit dem Tabakbüro der AGES aus, um insbesondere Lieferketten und Vertriebswege stärker nachzuverfolgen. Hinweise auf mögliche Gesetzesverstöße nimmt das Marktamt (MA 59) unter der Telefonnummer 01/4000‑8090 entgegen, auch anonym. Bei Verstößen gegen das Tabakgesetz drohen nach Angaben der Stadt Geldstrafen in fünfstelliger Höhe.