Die israelische Armee hat die Bewegungsfreiheit der palästinensischen Bevölkerung in Hebron im Westjordanland massiv eingeschränkt. Laut dem Bürgermeister der Stadt, Yousef al-Jabari, ist Hebron derzeit vollständig abgeriegelt. Jabari erklärte gegenüber dem arabischen Sender Al-Jazeera am Samstag, dass es derzeit niemandem möglich sei, die Stadt zu betreten oder zu verlassen.

Die Präsenz des israelischen Militärs ist im Stadtbild deutlich sichtbar, da Militärfahrzeuge laut Jabari in jeder Straße präsent seien. Diese Maßnahmen führen zu einer strikten Kontrolle der Zugangswege und blockieren den regulären Verkehr innerhalb und außerhalb der Stadtgrenzen. Der Bürgermeister warnt vor den fatalen Folgen, die diese Blockade für die lokale Bevölkerung habe.

Im Zuge der Operationen kam es in zwei Stadtteilen zu massiven Vertreibungen von Bewohnern. Mehr als 3.300 Palästinenser seien aus diesen Gebieten vertrieben worden, während dort Häuser abgerissen werden. Diese gezielten Abrissaktionen im Stadtgebiet verschärfen die humanitäre Lage vor Ort erheblich.

Yousef al-Jabari kritisiert das Vorgehen der israelischen Armee scharf und wirft dem Staat kollektive Bestrafung vor. Die Kombination aus totaler Abriegelung, militärischer Präsenz und Hauszerstörungen stellt eine erhebliche Belastung für die städtische Infrastruktur dar. Die Situation bleibt angesichts der militärischen Operationen im Westjordanland hoch angespannt.